Deutschland | Schneesucht

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Wisst Ihr eigentlich wie lange ich schon keinen Schnee mehr gesehen habe? Eben. Ich nämlich auch nicht. Es muss irgendwann im Winter 2014/2015 gewesen sein. Jedenfalls kann ich mich nicht aktiv daran erinnern.

Weil es hier in London keinen Schnee gibt, war ich total aus dem Häuschen, als sich ein Kurztrip in den Schwarzwald für mich ergeben hat. Im Dezember. Ich meine das klingt doch schon total nach Eiseskälte und Winterwald. Die Eiseskälte gab es auch. Aber halt ohne Winterwald.

Aber alles der Reihe nach. Nach meiner Reise nach Südfrankreich ging es für mich in die Heimat und weil der Schwarzwald quasi auf dem Weg lag, habe ich einen kleinen Stop eingefügt um eine Nacht auf dem Ferienhof Rössle im Kleinen Wiesental zu verbringen.

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Da ich ab Basel – wo es am Badischen Bahnhof übrigens allerlei veganes Essen gibt – mit Bus und Bahn unterwegs war, musste ich sowieso in Schopfheim umsteigen und habe mir daher ein paar Stündchen dort verbracht. Der Ort ist ganz nett, aber viel zu sehen gab es leider nicht – das Stadtmuseum hatte an dem Morgen leider zu und auch sonst hatte ich den Stadtkern ganz schnell abgeklappert. Und dennoch gab es ein kleines (veganes) Highlight: die Dönerbude Hatay Imbiss am Bahnhof. Praktischerweise war ich genau zur richtigen Uhrzeit da und konnte mir ein Mittagessen daher nicht entgehen lassen. Bei der Nachfrage, welche veganen Optionen es denn gibt, stelle sich heraus, dass es nur einen Falafel Wrap gab – „mit Vegansoße versteht sich.“

Auf der Suche nach veganen Speisen, konnte ich in den letzten Jahren an den verschiedensten Orten in der großen weiten Welt schon den ein oder anderen Falafel Wrap testen und ich muss zugeben, dass es die Schopfheimer Variante im Ranking nicht unbedingt auf den ersten Platz geschafft hat. Eine Erwähnung ist der Imbiss aber aufjedenfall wert – vor allem bei dem total netten Service.

Die liebe Couchsurferin Nadja hat mir außerdem noch ein paar andere Tipps verraten: Bio Lebensmittel und auch ein paar Snacks im Bistro gibt es beim Naturkost Laden Grünkern und beim Griechen Hermes können einige vegetarischen Gerichte veganisiert werden indem man das Tzatziki weglässt.

Mit dem Schulbus ging es für mich dann weiter zu meinem eigentlichen Ziel. Der Ferienhof wird betrieben von Leonie und Remko und Nachhaltigkeit wird hier groß geschrieben. Die beiden sind zwar nicht vegan, versuchen ihren CO2-Fußabdruck aber möglichst gering zu halten in dem sie Gemüse selbst anbauen und bei ihren Einkäufen auf Regionalität und Bioqualität achten. Veganes Essen wird für Gäste daher gerne gezaubert und ist in der Küche auch sonst kein Fremdwort – für mich gab es am Abend einen Fenchelauflauf, der statt mit Käse mit geriebenen Kartoffeln überbacken wurde.

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Wer für den Aufenthalt in der Ferienwohnung Einkäufe erledigen muss, kann das im Dorfladen des Ortes tun. Dieser wird ehrenamtlich geführt und auch Leonie hilft dort mit – so hat sie schon dafür gesorgt, dass die aus dem nicht weit entfernten Lörrach stammende Lord of Tofu Produkte dort erhältlich sind. Außerdem habe ich dort den veganen Schokoaustrich Bionella entdeckt und zusammen mit dem frischen Obst und Gemüse und den Backwaren kommt man fürs erste wirklich ganz gut über die Runden.

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Außer einem Bücherregal, dass übrigens auch zum Ferienhof gehört, jedoch für alle zugänglich ist, hat der Ort selbst nicht viel zu bieten. Wer hier zum Urlaubmachen herkommt, tut das um die wunderschönen Landschaften des Schwarzwaldes, zum Beispiel mit einer Wanderung auf den Belchen, oder einfach nur die Stille zu genießen und um Abzuschalten, Ich wäre gerne länger geblieben!

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